ANKE
Jahrgang 1928; geboren und aufgewachsen in Stralsund mit acht Geschwistern.
Ihr Vater arbeitet als Gartenbauoberinspektor für die Stadt, ist Mitglied in der NSDAP und im NSKK. Ihre Mutter ist in der Frauenschaft aktiv. Anke selbst ist im BDM und fühlt sich geschmeichelt, als sie zur Blumenstraußüberreicherin für die Nazi-Prominenz auserkoren wird.
Der Vater nimmt zahlreiche Filme der Familie auf Super8 auf, die im Dokumentarfilm auch gezeigt werden. Bei Kriegsende erlebt Anke das Chaos und die Gewalt während der Besatzung durch die rote Armee als traumatisch. Alleine flieht sie schließlich in den Westen.
Anke lernt einen Beruf und wird Sekretärin. Sie reist als junge Frau nach Ägypten, arbeitet dort eine Zeit lang, bevor sie sich am Bodensee niederlässt.


